Schutzkleidung
Als Feuerwehrmänner stellen wir uns bei jedem Einsatz einer neuen Herausforderung. Nicht selten begeben wir uns dabei zwangsweise auch in Gefahr. Um uns in solchen Situationen gegen Einflüsse von außen schützen zu können, wird bei jedem Einsatz und jeder Tätigkeit im Feuerwehrdienst die Schutzkleidung getragen. Dies ist lt. Landesfeuerwehrgesetz so vorgeschrieben.
Grob wird die Kleidung in Schutzbekleidung für den Brandeinsatz und Schutzbekleidung für den Technischen Einsatz (Gefährliche Stoffe,...) unterschieden. Die Bekleidung für den Technischen Einsatz, welche auch als Teil- oder Vollkörperschutzanzüge bekannt sind, sind bei der Feuerwehr Mutters nicht vorhanden, da wir auch über kein entsprechendes Gerät für solche Einsätze verfügen. Im Falle eines Gefahrstoffeinsatzes (beispielsweise bei einem Chlorgasaustritt im Freizeitzentrum Mutters), wird die Berufsfeuerwehr Innsbruck oder andere Stützpunktfeuerwehren mit den entsprechenden Spezial-Gerätschaften nachalarmiert.
Im Bild rechts ist ein Chemikalienschutzanzug (Technische Schutzstufe 3) der FF Steinach zu sehen.
Für unsere Feuerwehr ist also nur die Schutzbekleidung für den Brandeinsatz relevant. Es werden drei Stufen unterschieden:
- Schutzstufe 1 - leichte Einsatzbekleidung (grün/künftig in sandbraun)
- Schutzstufe 2 - mittlere Einsatzbekleidung (Schutzjacken/ -hosen)
- Schutzstufe 3 - schwere Einsatzbekleidung (schwerer Hitzeschutz für besonders schwere Brandeinsätze)
Schutzstufe 1
Diese Schutzbekleidung wird bei jeder Tätigkeit getragen. Vom Brandeinsatz über den Feuerwehrbewerb bis hin zum Ordnungsdienst - die "Grüne" ist immer zu tragen.
Sie besteht aus der Einsatzhose und dem Einsatzoverall sowie der schwarzen Dienstkappe. Die Sicherheitsstiefel mit Stahlkappenverstärkung werden generell bei jeder Tätigkeit getragen, um evtl. Verletzungen vorzubeugen.
Über der linken Brusttasche ist ein Klett für das Namensschild angebracht.
Auf den Schultern sind Laschen aufgenäht, um dort die Dienstgradabzeichen befestigen zu können. Die Funktionsabzeichen sind am linken Ärmel aufgenäht.
Schutzstufe 2
Ab dieser Schutzstufe sind diese je nach Art des Einsatzes/der Tätigkeit zu wählen. Das heißt im Gegensatz zur Schutzstufe 1 können, müssen sie aber nicht getragen werden. Vorallem im Winter oder in der Nacht bei niedrigen Temperaturen ist die Schutzstufe 2 aber von Vorteil. Ebenso für Atemschutzträger bei Einsätzen mit hohen Temperaturen ist die zusätzliche Schutzstufe 2 zu verwenden.
Zu ihr gehören die Schutzjacke sowie wahlweise die Schutzhose, die Einsatzhandschuhe und der Einsatzhelm mit Helmlampe. Zusätzlich kann auch der Hakengurt eingesetzt werden.
Im Bild links ist die neuere Version der Schutzstufe 2 zu sehen, die FF Mutters verfügt vielfach noch über die älteren Versionen, den Einsatzmantel aus PU-Kunststoff bzw. den Textilmantel.
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Neben den variablen Schutzstufen stehen der Feuerwehr Mutters auch verschiedene Einsatzüberwürfe zur Verfügung:
- Einsatzüberwurf Orange (für die Mannschaft, vorallem bei Absperrtätigkeiten oder Einsätzen auf öffentl. Verkehrsflächen)
- Einsatzüberwurf "Einsatzleiter" (für den Einsatzleiter während des Einsatzes, zum schnelleren erkennen einer Ansprechperson z.B. für andere Einsatzorganisationen)
- Einsatzüberwurf "ATS-Sammelstelle" (Diese wird von einem Kameraden, welcher die Atemschutzsammelstelle leitet, getragen. Der Überwurf dient zur Orientierung für die ATS-Träger)





