Atemschutz - Elitetrupp bei der Feuerwehr?
Das Atemschutzwesen zählt zu einem der wichtigsten Bereiche in der Feuerwehr. Da wir bei Einsätzen immer wieder auf Situationen stoßen, die wir ohne Atemschutz nicht lösen könnten, ist es notwendig Geräte zu tragen die uns von der Umgebungsluft unabhängig machen und uns mit Atemluft versorgen (sg. Pressluftatmer oder schwerer Atemschutz).
Der Atemschutz wird immer als erster in Zusammenhang mit Brandeinsätzen gebracht. Durch den Verbrennungsvorgang entstehen eine Vielzahl von Atemgiften und wir sind der Gefahr ausgesetzt, diese einzuatmen. Ein Vorgehen ohne Atemschutzgerät z.B. bei einem Zimmerbrand ist alleine aufgrund der Rauchentwicklung nicht möglich.
Doch nicht nur bei Brandeinsätzen sondern auch bei Technischen Einsätzen finden die Atemschutzgeräte Verwendung. Beispiele hierfür sind Einsätze mit gefährlichen Stoffen, Gährgase in Silos, usw. - kurzum, überall wo mit Sauerstoffmangel gerechnet werden muss.
Um als Atemschutzträger eingesetzt werden zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:
- abgeschlossene Grundausbildung
- Mindestalter 17 Jahre
- körperliche Eignung (wird durch eine medizinische Untersuchung
festgestellt)
- erfolgreiche Absolvierung des 3 Tägigen Atemschutzlehrganges
an der Landesfeuerwehrschule
- wiederkehrende Untersuchung alle 3 Jahre
Für den Bereich Atemschutz in der Feuerwehr ist der Atemschutzbeauftragte verantwortlich.
Zu seinen Hauptaufgaben zählen:
- periodische Überprüfung und Wartung der Geräte
- Einhaltung der Untersuchungsfristen der ATS-Träger
- Durchführung der vorgeschriebenen Übungen
OLM JAUFENTHALER Martin
Atemschutzbeauftragter
Geräte unserer Feuerwehr
Wir besitzen die Ausrüstung um zwei Trupps gleichzeitig einzusetzen.
Nach dem Ausscheiden der ersten Geräte Typ Dräger DA 58/1600 Niederdruck zwecks Altersgründen, wurden 2001 neue MSA Auer BD296 Überdruckgeräte bestellt, welche zuerst im KLF - VW LT 35 und nun im
neuen LF-A platz finden.
Die zweite Truppausrüstung Typ MSA Auer BD 96/83 Überdruck wurden 1995 zusammen mit dem TLF-A 2000 angekauft.
Zusatzausrüstung:
Um im Einsatz genügend Schutz zu haben wurde speziell für den Atemschutzeinsatz die Schutzbekleidung des Typs Rosenbauer Fire Max II angeschafft.
Diese besteht aus Einsatzjacke, -hose und -handschuhen kombiniert mit einer Brandschutzhaube und den vorhandenen Rosenbauer Heroes Helmen.
| 3 Stk. | Handlampen |
ADORO ADALIT L2000-LB |
| 6 Stk. | Handlampen | CEAG SEB SL |
| 6 Stk. | Helmlampen | UK 4AA |
Kommunikation und Überwachung:
Zur Kommunikation verwenden wir 3 Stk. Motorolla GP 300 Analogfunkgeräte mit 70 cm Band, welche im Jahre 1998 angekauft wurden.
2011 wurde ein Motorola CP040 Gerät in Dienst gestellt.
Zur Einsatzüberwachung stehen uns 2 Stk. Überwachungstafeln des Typ MSA Auer Auercontrol E zur Verfügung. Ankauf 2008 und 2009.
Weiters ist an jedem ATS-Gerät ein Totmanngerät des Typs Super PASS II installiert.
Reinigung und Wartung:
Um unsere Masken und Geräte nach Einsätzen und Übungen zur Reinigen und zu Warten, steht uns seit 2008 ein eigener Atemschutzraum zur Verfügung, welcher von der Gemeinde Mutters finanziert und von uns in Eigenregie ausgebaut wurde.
Übungen und Proben:
Damit wir im Ungang mit unseren Geräten immer fit sind, veranstalten wir jeden ersten Montag im Monat eine Atemschutzübung.
Darüber hinaus wird zweimal im Jahr an der Atemschutzabschnittsübung teilgenommen.
Natürlich wird auch bei jeder Dorfübung der Atemschutz eingesetzt.
Unsere aktiven Atemschutzgeräteträger: (Insgesamt 23)
| OBI Erich WURZER |
LM Andreas KIRCHMAIR |
| OBI Martin KOFLER |
LM Andreas KIRCHMAIR |
| BI Walter FUß | HFM Martin PEER |
| OV Georg CREPAZ | HFM Gregor REITMAIR |
| OV Andreas FALSCHLUNGER | HFM Willi HAHN |
| OV Joschi FRITZ | HFM Markus BRAUNEGGER |
| HBM Gerold ZITT | OFM Martin HAHN |
| HLM Johann EBERL | OFM Klaus FALSCHLUNGER |
| HLM Thomas MUIGG | FM Andreas JÄGER |
| OLM Alexander Perle | FM Stefan BRAUNEGGER |
| OLM Josef KIRCHMAIR jun. | FM Daniel EBERL |
| OLM Martin JAUFENTHALER |
Geschichtliches zum Atemschutzwesen bei der FF Mutters
Unter Kommandant BI Klaus Mayr wurden 1973 die ersten Atemschutzgeräte Typ Dräger DA 58/1600 um 29.605.- Schilling angekauft. Diese Geräte waren die ersten Atemschutzgeräte im Abschnitt Axams.
Für den Transport wurde 1973 auch ein altes Rettungsauto (VW Bus T1) angekauft.
Patin hierfür war Resi Mayr, die Frau des Kommandanten.
Die 1995 angekaufte MSA Auer BD 96/83 Geräte waren ebenfalls die ersten im Abschnitt, welche mit Überdruck arbeiteten.
Der Atemschutzfunk wurde 1998 in Dienst gestellt.
2001 wurden die Geräte der ersten Generation durch Geräte Typ MSA Auer BD296 ersetzt. Kostenpunkt: 65.000.- Schilling.
ATS Beauftragte:
Anton Stauder 1973 – 01.08.1985
Johann Eberl 01.08.1985 – 11.08.2010
Jaufenthaler Martin seit 11.08.2010 –
ATS Beauftragten Gehilfen:
Hahn Willi 11.09.1996 – 12.12.2007
Jaufenthaler Martin 01.01.2008 – 11.08.2010
Atemschutzträger außer Dienst:
| BI Anton STAUDER | HFM Hans MUIGG |
| HLM Otto KOFLER | HFM Michael STAUDER |
| HFM Robert EBERL | HFM Hans THOMAN |
| HFM Hans PFURTSCHELLER (Holer) | HFM Walter WURZER |
| HFM Klaus KOFLER | HFM Josef PEER |
| HFM Andreas MAYR |




