Funkwesen bei der FF Mutters

Der Funk bildet die wichtigste Verbindung zwischen Einsatzleiter, Kameraden an der Einsatzstelle, Atemschutztrupps, Florianstation, anderen Feuerwehren, Leitstelle und anderen Einsatzorganisationen. Es werden Informationen und Befehle ausgetauscht, um schnelle und konkrete Hilfe an vielen verschiedenen Orten ermöglichen zu können.

 

Vom Land Tirol wurde im Jahr 2005 begonnen, alle Einsatzorganisationen auf die neue digitale Funktechnologie umzustellen: Feuerwehr, Rettungsdienst, Flugrettung, Bergrettung, Wasserrettung, Grubenwehr uvam. sowie Landeswarnzentrale, Bezirkshauptmannschaften, Gemeindeeinsatzleitungen und die Exekutive können dadurch sofort miteinander in Verbindung treten! Besonders im Katastrophenfall ergeben sich dadurch große Vorteile. Die Informationsweitergabe bei Organisationsübergreifenden Einsätzen (Lawinen, Suchaktionen, Großbrände, Wasserrettungen aus Fließgewässer,...) findet nicht mehr über die jeweiligen Ortszentralen statt, sondern kann direkt von Einsatzleiter zu Einsatzleiter vor Ort übermittelt werden!

Funkraum - Florianstation
Funkraum - Florianstation

Funkaus- und Weiterbildung

Bei der Feuerwehr Mutters haben 25 Kameraden eine Funkausbildung an der Landesfeuerwehrschule absolviert. Zu  Fortbildungszwecken werden eigene Funkübungen durchgeführt, sowie halbjährlich an den Abschnittsfunkübungen teilgenommen.

Übungsberichte finden Sie laufend auf unserer Startseite!

Funkgeräte

Bei der Feuerwehr Mutters sind verschiedene Arten von Funkgeräten vorhanden. Von Fixstationen im Gerätehaus bis hin zu den Handfunkgeräten gibt es einige Ausführungen:

 

Funkstation im Funkraum/Feuerwehrhalle:

Wenn im Funkverkehr die "Florianstation Mutters" oder abgekürzt "Florian Mutters" angesprochen wird, ist damit die Fixfunkstation im Gerätehaus gemeint. Sie unterstützt die am Einsatzort befindliche Mannschaft und ist bei größeren Einsätzen meist das "Logistikcenter" der Feuerwehren. Über den Florian werden gewünschte Nachalarmierungen der Leitstelle bekannt gegeben, weitere Mannschaft bereit gestellt oder andere logistische Tätigkeiten ausgeführt - schlicht und einfach sollte der Florian dem Einsatzleiter "zweitrangigen" Funkverkehr abnehmen.

 

Eine weitere Funktion des Florianfunkes ist es, bei Alarmeingang eine erste Rückmeldung an die Leitstelle zu geben. Dies wird per Status (wird über das Funkgerät übermittelt) gemacht: Status 3 "auf Anfahrt" signalisiert dem Disponenten in der Leitstelle, dass die Feuerwehr den Einsatz übernommen hat und keine weitere Alarmierung notwendig ist. Sollte nämlich nach fünf Minuten keine Rückmeldung der Feuerwehr kommen, werden weitere Alarmierungen von der Leitstelle ausgeführt um sicher zu gehen, dass jemand zur Einsatzstelle ausrückt.

 

Es stehen im Funkraum 2 fixe Funkstationen (Motorola MTM800) zur Verfügung.

Mobilfunkgeräte in den Fahrzeugen

Weiters ist in jedem Fahrzeug ein Funkgerät fix eingebaut. Über diese können neben den normalen Funkgesprächen auch die Statusmeldungen an die Leitstelle übermittelt werden. Mit diesen ist es möglich der Leitstelle eine kurze Information zu geben, ohne Sprechkontakt mit ihr aufnehmen zu müssen. So werden z.B. Ortsangaben wie "Fahrzeug auf Anfahrt" oder "Fahrzeug am Einsatzort eingetroffen" an die Leitstelle übermittelt.

 

 

Handfunkgeräte

Wir haben derzeit 8 Handfunkgeräte (Motorola GP 850) im Einsatz. Davon sind 2 als Kommandofunk (zusätzl. Funktionen) programmiert. Die Funkgeräte sind mit je einer Ladestation fix in den Fahrzeugen verbaut und somit bei jedem Einsatz sofort griffbereit.

 

Atemschutzfunk

Im Bereich Atemschutz ergibt sich durch die vielen Inneneinsätze (Bsp. Gebäudebrand) und die damit verbundene Frequenzstärkenabnahme das Problem, dass die Netzabdeckung des Digitalfunks nicht ausreicht. Um dieses Problem zu umgehen, wird bei der Feuerwehr Mutters der analoge ATS-Funk mit 70cm Band verwendet. Diese haben den Vorteil, dass sie unabhängig von einem Funknetz miteinander kommunizieren können. Es ergibt sich dadurch eine bessere Sprech- und Hörqualität.

Es werden 5 Stk. verwendet: 2x Motorola CP040 und 3x Motorola GP 300

Geschichte

1973

 

Die ersten Funkgeräte (4m Band) wurden unter Kommandant BI Klaus Mayr angekauft. Es waren die ersten in unserem Abschnitt Axams.

1995

Der Funkraum und die ersten 10 Piepser (Motorola) wurden in Dienst gestellt.
1996 Weitere 10 Piepser (Bosch) wurden angeschafft.
1998 Ankauf der Atemschutzfunkgeräte (70cm Band)

2007

 

Im Dezember erfolgte die tirolweite Umstellung der analogen Technik bei Funk und Alarmierung auf Digital. (Zuvor wurde die Alarmierung von der Polizei ausgeführt, nun von der zentralen Leitstelle in Innsbruck)